10 Dinge, die ich nach Indien mitnehme

Die Abschiedsparty wurde gefeiert, das Visum ausgestellt und der Flug gebucht.

Die letzten Tage in Deutschland brechen an.

In den vergangenen Wochen, wenn ich mich von einem guten Freund verabschiedet habe, sahen wir uns kurz an und einer von uns hat gesagt: „Wir sehen uns ja nochmal.“, dann nickte der andere kurz und damit war das dann auch geklärt.
Diese Sicherheit ist jetzt schon nicht mehr da.

Aber das ist auch vollkommen in Ordnung. Ich gehe weg, ich komme zurück. So wild ist das jetzt auch nicht. Schreibt mir mal zwischendurch, da freu ich mich sicher. Wenn es mit der Abschiedszeremonie nicht klappt ist das für mich ok.
Stellt euch nur vor, ihr verabschiedet euch von mir mit allen euren besten Wünschen, bedeutungsvollen Blicken, innigen Umarmungen und – haltet euch fest – wir würden uns danach nochmal sehen. Das wäre ja schon etwas peinlich.

Meine Erwartungen an das kommende Jahr

Zunächst darf ich sagen, dass ich noch immer total entspannt auf das kommende Jahr blicke. Nachdem mit dem Visum alles perfekt geklappt hat, stellen die letzte bürokratische Hürde die Dokumente für den Flug dar. Das wird schon auch noch glatt gehen.

Ansonsten pflege ich zu behaupten, dass ich absolut keine Erwartungen habe.

Das wäre meiner Meinung nach das einzig richtige und ist – auf der Ebene der Vernunft – auch wahr. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin, werde ich doch nicht ganz ohne Erwartungshaltung in den Flieger steigen. Das zeigt sich auch in einigen der Dinge, die ich mir extra für diesen Auslandsaufenthalt gekauft habe. Eine Auswahl aus 10 dieser Dinge stelle ich jetzt kurz vor.

1. Klappbare Bluetooth-Tastatur

cof

Die Tastatur ist in zusammengefaltetem Zustand sehr klein und soll es mir ermöglichen, auch unterwegs digital – auf meinem Mobiltelefon – zu schreiben. Es muss ja nicht immer ein öffentlicher Blogeintrag sein. Ich scheine wohl zu erwarten, mich nicht immer in meiner Wohnung aufzuhalten.

2. Lehrmaterial für Englisch

cof

Dass ich mich auf das Unterrichten von Englisch vorbereiten soll, stand unmissverständlich in der Beschreibung meines Projekts. Neben den Büchern zählt dazu auch ein reicher Schatz an digitalem Lehrmaterial (Danke Verena!). Ich fühle mich damit als eigentlich ungelernte Lehrkraft wirklich sehr gut vorbereitet.

3. Marco Polo-Reisetagebuch mit Like-Stickern

cof

Dieses Reisetagebuch habe ich auch auf meiner Abschiedsfeier geschenkt bekommen, vielen Dank Sabine und Carmen! Es ist genial. Es heißt „My Way“ und trägt aus irgend einem Grund das Logo von Marco Polo auf dem Cover. Das Highlight des Buches ist sind die hinten eingearbeiteten Abziehsticker der Typen: „Like“, „Favorite“, „Star“, sowie „:)“, „:|“ und auch „:(„. Damit kann ich mir selbst und meinen Notizen jederzeit ein Offline-Like vergeben oder meine aktuelle Stimmung ausdrücken, eben genau My Way!

4. Reiseapotheke

dav

Vielen Dank Claudia für diese wunderbare Reiseapotheke. Gegen das gröbste bin ich damit auf jeden Fall gewappnet und den Rest besorge ich einfach bei Bedarf vor Ort.

Ich erwarte in jedem Fall, dass ich – trotz aller Impfungen – zumindest in der ersten Zeit manchmal krank werde. Das wird auch wieder vorbei gehen.

5. Ohrstöpsel

dav

Ich bin sehr froh, diesen Lärmschutz mit dabei zu haben. Ich habe bereits Silikon und Wachs probiert und für mich persönlich hat sich Wachs einfach als besser erwiesen.

Ja, ich erwarte, dass es oft laut sein wird. Als Dorfkind bin ich es gewohnt, dass das erste Geräusch nach 22:00 das Krähen des Hahns am nächsten Morgen ist. Ohrstöpsel sind daher ein Muss für jeden Ausflug in eine große Stadt, ob nun in Indien oder den USA.

6. Moskitonetz mit Aufhängung

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In Indien gibt es Mücken, Mosquitos und Malaria. Der Schutz, mit dem ich mich am besten anfreunden kann ist eindeutig das Mosquitonetz, deswegen nehme ich einfach mal eins mit.

Eigentlich denke ich, dass alle Betten schon mit so einem Netz ausgestattet sein werden, und vermutlich weiß ein in Chennai lebender Mensch auch viel besser als ich, welches Netz das richtige ist. Trotzdem ist es vielleicht nicht das schlechteste, ein neues Netz dabei zu haben, auch falls ein eventuell schon vorhandenes im Verlauf des Jahres kaputt geht.

7. UV-Wasserdesinfektion

dav

Jetzt wirds supercool.

Das auf dem Bild dargestellte Gerät verwandelt Strom über ein USB-Kabel in keimfreies Wasser. Und so funktioniert das.

Wirklich notwendig wäre diese Anschaffung vermutlich nicht gewesen, da ich mich mit abgefülltem Wasser auch gut versorgen werden kann. Aber wer weiß, ob es nicht einmal nützlich sein wird auch nicht-verschlossen-abgefülltes Wasser keimfrei machen zu können.

8. Reiseschlösser

cof

Diese wurden von einem Reiseblogger für die langen Bus-, und Zugfahrten in Indien empfohlen. Damit man während der Fahrt beruhigt schlafen kann, sollen die Schlösser das Gepäck sichern.

Hört sich doch nicht dumm an, hab ich mir gedacht.

9. Sonnencreme (bisschen)

cof

Selbsterklärend. Sonnenschutz ist mir wichtig und uns wurde gesagt, dass der in Indien nicht selbstverständlich zu erwerben ist. Also nehme ich einen Vorrat mit.

Das Klima und die Sonne, mal schauen wie es mit den beiden so werden wird.

10. Steckdosenadapter

dav

So ganz verstanden habe ich diesen Adapter noch nicht, aber er lässt sich prima zusammenstecken und hatte eine nette Hülle dabei.

Der Adapter zusammen mit der Multisteckdose, die ich mitnehmen werde, wird reichen um meinen Strombedarf zu decken.

Fazit

Auch wenn es mein Wunsch wäre ganz ohne Erwartungen in dieses für mich fremde Land zu reisen, so ganz ist es einfach nicht zu schaffen.

Viele meiner Erwartungen sind aber nicht bedingt durch den sich änderndem Kulturkreis, sondern durch andere Unterschiede zu meiner jetzigen Situation. Die Größe der Stadt, die Zusammenkunft mit vielen mir gerade noch fremden Menschen und das Wiedersehen der schon am Vorbereitungsseminar kennengelernten, bergen alle gewisse Erwartungen in sich.

Ich will mich davon aber so wenig wie möglich beeinflussen lassen.

Zuletzt möchte ich noch besonderen Dank an Matthias Frisch aussprechen, der mich mit einem Halbjahresvorrat an Klopapier des Typs „gold Ultra Soft“ ausgestattet hat.

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